Andacht 10. So. n. Trinitatis, 21.08.2022, von Prädikant Dr. Thomas Mandel

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Was verbinden Sie mit Jerusalem?

Nur eine israelische Stadt? Oder eine geteilte Stadt in Israel?

Ein Schauplatz von Terror und Gewalt?

Oder hören Sie aus dem Namen Jerusalem „ salam“ heraus?

Salam und shalom bedeutet übersetzt Frieden.

Jerusalem ist eine besondere Stadt; sie ist der Ort der drei monotheistischen Religionen:

Judaismus-Christentum- Islam

Jerusalem- keine andere Stadt wurde mehr besungen, gemalt, beschrieben in Gedichten und sogar in der israelischen Nationalhymne ha tikwa (= Hoffnung) erwähnt:

„Solange noch im Herzen

eine jüdische Seele wohnt

und nach Osten hin, vorwärts,

ein Auge nach Zion blickt,

so lange ist unsere Hoffnung nicht verloren,

die Hoffnung, zweitausend Jahre alt,

zu sein ein freies Volk, in unserem Land,

im Lande Zion und in Jerusalem!“

Ja, Jerusalem ist besonders- nicht nur geographisch- sondern auch in seiner religiösen Bedeutung:

Jerusalem ist präsent in den täglichen Gebeten Israels und in allen Bereichen des jüdischen religiösen Lebens.

Der britische Theologe und Rabbiner Jonathan Magonet schreibt:“ In nichts haben Jüdinnen und Juden mehr Träume hineingelegt als in das Land Israel und besonders in Jerusalem.“

Vielleicht ist Jerusalem deshalb so hervorgehoben, da es das Zentrum der damaligen Welt war und man den Zion(-Berg) als Verbindung zwischen Erde und Himmel annahm.

Jerusalem ist auch die Stadt der Hoffnung und eine Stadt der Verheißung, wie Jesaja in Kapitel 62 feststellt, wenn er von Jerusalem und von Menschen, die“ an Gott erinnern“ spricht:
Keine Ruhe sollen sie Gott geben diese „Erinnerer“; sie sollen Gott an seine Zusage für Frieden in Jerusalem   immer wieder im Gebet erinnern.

Und sie sollen an Gott erinnern, um Mut zu geben, dass sich die Dinge zum Positiven- zum Frieden -ändern können.

Gott an Jerusalem erinnern – an das Jerusalem hier auf Erden im hier und jetzt, damit aus dem Ort der Träume und Verheißung ein Ort des Lobpreises wird.

Damit Frieden wird- in Jerusalem –und weltweit´

Uns erinnern, Gott keine Ruhe lassen-tun was ein Psalmbeter (Psalm 122) so formuliert hat:

„ Wünschet Jerusalem Glück. Es möge Friede sein in deinen Mauern. Um des Hauses Gottes willen will ich dein Bestes suchen.“

Amen.

Shalom Jerusalem.´

 

Dr. Thomas Mandel

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