Weltgebetstag 2022 – England, Wales und Nordirland

Die Brücken nicht aufgeben

Die Pläne Gottes mit England, Wales und Nordirland… wer wüsste sie nicht gerne?! Großbritannien taucht häufig in unseren Nachrichten auf – der Brexit und die Zollgrenze in der irischen See, die britische Corona-Politik mit eigener Virusvariante und zuletzt großen Lockerungen, die Treibstoffknappheit und die Weltklimakonferenz in Glasgow. Schottland feiert seit 1930 den Weltgebetstag und ist stolz auf die eigene WGT-Tradition. Es gehört dadurch nicht zu den Schwerpunktländern im Jahr 2022. Die drei anderen sind schon verschieden genug: Nordirland mit seiner gewaltvollen Geschichte als Zankapfel zwischen EU und London, Wales mit seinen vielen Burgen und eigener Sprache und schließlich England mit der Monarchie und Stadt-Land-Gefälle, mit erschreckender Armut und atemberaubendem Reichtum.

Das Titelbild erzählt von Gottes Plänen für sie. Schlüpfen wir hinein, setzen wir uns auf den grünen Hügel und schauen zurück auf das geöffnete Tor: Was sehen wir? Die Türen einer altehrwürdigen britischen Universität? Den Zugang zu einer walisischen Burg? Eine Mauer, die in Belfast einen Schulhof trennt in katholische und evangelische Kinder? Einen alten Torbogen, der in einen traumhaften englischen Garten führt? Einen Grenzwall zwischen Großbritanien und der EU?

Wie konnten wir die schwere Tür öffnen? Was hat dazu geholfen, dass wir jetzt zurückschauen können auf das, was uns getrennt hat? War es der Regenbogen als Zeichen des Bundes und der Versöhnung mit Gott und der Erde? War es die Friedenstaube, die uns mit neuer Hoffnung beflügelt hat? War es die Blüte, die sich durch Stein und Asphalt durchgesetzt hat und jetzt blüht?

Gott verspricht im Brief des Propheten Jeremia (Jer 29): Ich weiß wohl, was für Pläne ich für dich habe: Pläne des Friedens und nicht des Leids, dass ich euch gebe Zukunft und Hoffnung! Es gibt schon seit langem viele Kontakte nach Großbritannien. Mit dem Weltgebetstag wollen wir sie neu beleben und die vielen Brücken zu den Inseln nicht aufgeben.